Pflegezusatzversicherung

Die Menschen in Deutschland werden immer älter, sodass sich im hohen Alter die Frage der Pflege stellt. Um sich die Pflege im Alter leisten zu können, braucht man nicht nur die gesetzliche Pflegeversicherung, sondern eine Pflegezusatzversicherung. Erst mit einer Pflegezusatzversicherung können die Risiken der Pflegebedürftigkeit finanziell wirklich abgefedert werden.

Leistungen der Pflegezusatzversicherung

Die Pflegeversicherung als Pflichtversicherung übernimmt einen Teil der Kosten, die im Pflegefall entstehen. Die Zahl der Menschen, die gepflegt werden müssen, ist in den letzten Jahren immerhin auf mehr als 2,4 Millionen Menschen angewachsen. Die Demografen sagen für die kommenden Jahre einen starken Anstieg bei der Pflegebedürftigkeit voraus. Pflegebedürftig sind Menschen die weder die körperliche Grundpflege noch die täglichen Verrichtungen im Haushalt beim Kochen, Putzen sowie beim An- und Ausziehen allein bewerkstelligen können. Wer hier Hilfe braucht, kann bei seiner Krankenkasse eine Pflegestufe beantragen. Ob man tatsächlich pflegebedürftig ist, entscheiden dann Gutachter des Medizinischen Dienstes, die den Antragsteller in seiner häuslichen Umgebung aufsuchen. In vielen Fällen wird trotz Pflegebedürftigkeit eine Pflegestufe beim ersten Antrag nicht gewährt. Wird sie gewährt, sind die Leistungen begrenzt und decken bei Weitem nicht die Kosten, die mit einer Pflege tatsächlich verbunden sind.

Erst die private Pflegezusatzversicherung kann dazu beitragen die finanziellen Lücken, die durch einen Aufenthalt in einer Pflegeeinrichtung und auch bei häuslicher Pflege entstehen können, abzufedern. Bei der Pflegezusatzversicherung bestimmt der Versicherungsnehmer durch Wahl des Tarifs die Höhe der Pflegerente. Dabei werden entweder anteilig die tatsächlichen Kosten finanziert oder es gibt ein Pflegetagegeld, dass zur freien Verwendung gezahlt wird. Je älter man ist, wenn der Antrag auf eine Pflegezusatzversicherung gestellt wird, desto höher sind die Versicherungsprämien. Von daher lohnt es sich, bereits in jungen Jahren über eine Pflegezusatzversicherung nachzudenken. Leider haben bisher nur 1,9 Millionen Menschen in Deutschland eine Pflegezusatzversicherung abgeschlossen.

Seit 2013 gibt es nun “Pflege-Bahr” die neue private Pflegezusatzversicherung

Die Bundesregierung hat das Problem der immer älter werdenden Menschen und der damit verbundenen Steigerung der Zahl der Pflegebedürftigen erkannt und versucht, mit “Pflege-Bahr” zumindest einen Lösungsansatz zu finden. Der Name dieser Pflegezusatzversicherung kommt vom aktuellen Gesundheitsminister Bahr.

Um insbesondere jüngeren Menschen den Abschluss einer Pflegezusatzversicherung “schmackhaft” zu machen, fördert der Staat bei “Pflege-Bahr” den Abschluss einer privaten Pflegezusatzversicherung mit 60 Euro jährlich. Das soll die Menschen ähnlich wie bei der Riesterförderung motivieren, privat etwas zu tun, um das finanzielle Risiko bei Pflege abzufedern. Um die Förderung zu bekommen, muss der Versicherte eine Pflegezusatzversicherung abschließen, die mindestens 120 Euro im Jahr kostet, wobei die Anbieter verpflichtet sind, im Leistungsfall der Pflegestufe III mindesten 600 Euro monatlich an den Versicherten zu zahlen. Leistungen aus der Pflegezusatzversicherung können erst fünf Jahre nach Abschluss der Police in Anspruch genommen werden.

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Von Senioren für Senioren

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