Private oder gesetzliche Pflegeversicherung?

 

Die durchschnittliche Lebenserwartung ist hierzulande in den letzten zehn Jahren deutlich gestiegen, was zunächst einmal sehr erfreulich ist. Die Tatsache, dass die Bürger in Deutschland immer älter werden, bringt aber auch einige Probleme mit sich. So gehen Experten zum Beispiel davon aus, dass in 15-20 Jahren mehr als ein Drittel aller Bürger im Alter von mindestens 80 Jahren pflegebedürftig sein wird. Zwar gibt es eine gesetzliche Pflegeversicherung, die im Falle der Pflegebedürftigkeit die Kosten übernehmen soll, jedoch reicht diese Absicherung schon heute oftmals bei Weitem nicht aus.

Die Vor- und Nachteile der gesetzlichen Pflegeversicherung

Die gesetzliche Pflegeversicherung tritt mit ihren Leistungen immer dann ein, wenn der Versicherte in eine der drei Pflegestufen eingruppiert wird. Der wesentliche Vorteil besteht darin, dass in diesem Fall bestimmte Kosten, die im Zusammenhang mit der Pflege stehen, übernommen werden. In der Praxis kann die gesetzliche Pflegeversicherung allerdings nur eine Art Grundabsicherung übernehmen. Denn in vielen Fällen sind die Pflegekosten (deutlich) höher als die Leistung, die von der gesetzlichen Pflegeversicherung erbracht werden kann. Diese Tatsache ist auch der große Nachteil der gesetzlichen Pflegeversicherung. Die Differenz zwischen tatsächlich anfallenden Kosten und der Leistung wird zum Beispiel bei der Unterbringung im Pflegeheim deutlich. Ein solcher Pflegeplatz kostet meistens mehr als 3.000 Euro im Monat. Die gesetzliche Pflegeversicherung zahlt jedoch bei Pflegestufe III monatlich nur 1.550 Euro bzw. in einem Härtefall etwas mehr als 1.900 Euro. Es entsteht also fast immer eine monatliche Differenz von über 1.000 Euro, die der Pflegebedürftige aus eigener Tasche zahlen muss.

Die private Pflegeversicherung als sinnvolle Ergänzung

Aufgrund der zuvor beschriebenen Situation halten die meisten Experten eine zusätzliche Absicherung durch eine private Pflegeversicherung heute für nahezu unverzichtbar. Der große Vorteil der privaten Pflegeversicherung besteht darin, dass deren Leistungen im Pflegefall die Lücke zwischen den Kosten und den Leistungen der gesetzlichen Pflegeversicherung schließen kann. Meistens wird die private Pflegeversicherung heute als Pflegetagegeldversicherung abgeschlossen. Der Versicherte erhält dann während der Pflegebedürftigkeit einen vereinbarten Betrag als Pflegetagesgeld. Diesen Betrag darf der Versicherte sogar frei verwenden, also nicht nur zur Deckung der Pflegekosten nutzen. Der Nachteil der privaten Pflegeversicherung ist im Prinzip nur der, dass der Versicherungsbeitrag für Personen, die sich jetzt im fortgeschrittenen Alter noch absichern möchten, nicht gerade gering ist. Daher sollte man sich so früh wie möglich für diesen sinnvollen Schutz entscheiden.

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Von Senioren für Senioren

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